DIE SIEGENER MITTELSTANDSTAGUNG

04. APRIL 2017 10:00 - 17:30

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Die Siegener Mittelstandstagung 2017: Eine Region im Wandel

Der Begriff „Regionaler Strukturwandel“ ist bereits seit längerer Zeit ein wichtiges Schlagwort, um unterschiedlichste Transformationen auf ökonomischen, technologischen und sozialen Ebenen innerhalb einer mehr oder weniger scharf umrissenen Wirtschaftsregion zu beschreiben. Klammert man politische Einflussnahme aus, so finden solche Transformationsprozesse kontinuierlich und auf natürliche Weise statt, um die Konkurrenzfähigkeit der Region zu erhalten oder gar auszubauen. In unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft mit hohem Spezialisierungsgrad kommen solche Veränderungen im Vergleich zu früheren Epochen eher subtil daher; dennoch existieren sie. Die Wirtschaftsregion Südwestfalen bildet hierbei keine Ausnahme und befindet sich aktuell in einer Metamorphose, welche geprägt ist durch Digitalisierung, engere Vernetzung sowie steigenden Informationsbedarf. Digitalisierung ist hierbei ein elementarer Transformationsprozess, der sowohl die Wirtschaft als auch unser aller Leben tiefgreifend verändert. Dieser Prozess befindet sich bereits in vollem Gange. Neben der Entstehung neuer Wirtschaftsbranchen, Geschäftsmodelle und Fertigungsmethoden verändert sich dadurch auch die die Art wie wir kommunizieren, lernen und arbeiten. Digitalisierung beeinflusst alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche, sowohl weltweit als auch regional. Häufig geht Digitalisierung mit einer weitreichenden Automatisierung einher. Diese kann sich auf einzelne Geschäftsprozesse beschränken, aber auch ganze Geschäftsbereiche umfassen. Eine Folge ist zwangsläufig mehr Technikeinsatz, schnellere Veränderungen der Organisationsstrukturen sowie ein signifikant ansteigender Bedarf an Kontextdaten. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen stehen dabei vor großen Herausforderungen. Direkt betroffen sind nicht nur Industrieunternehmen wie Maschinenbauer und Automobilzulieferer, sondern auch Betriebe aus dem Dienstleistungssektor wie Logistik und Handel. Angesichts der immer vielfältiger werdenden Möglichkeiten benötigen die Unternehmen dynamische Fähigkeiten, um die sich daraus ergebenden Chancen nutzen zu können. Hierzu braucht es nicht nur statisches Know-How und Erfahrung, sondern auch technisch versierte Mitarbeiter, welche lernfähig sind und sich schnell in neuen Systemen zurechtfinden. Einer optimierten Vernetzung der einzelnen Mitarbeitern im engeren Sinne, sowie ganzer Organisationseinheiten im weiteren Sinne kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Als positiver Nebeneffekt sämtlicher Transformationsprozesse soll schließlich auch die Krisenfestigkeit der gesamten Wirtschaftsregion gefestigt werden. Durch den Einsatz effizienterer Verfahrensweisen und die Schonung wertvoller Ressourcen werden wichtige Grundsteine für maximaler Flexibilität und echte Nachhaltigkeit gelegt. Es heißt also nun, die Chance zu ergreifen und den Wandel der Region in die richtige Richtung zu lenken.